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Deutsche Bahn kriegt mehr Geld vom Bund für die Streckensanierung

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Stellt man 20 Bewohner Deutschlands in einen Raum und fragt sie nach einer Geschichte über eine Zugfahrt mit der deutschen Bahn, so kommt man vermutlich mit der Mitschrift nicht mit – ganz abgesehen vom Lärmpegel.

Ähnliches ist auch los, wenn man sich die Foren großer (und kleiner) Nachrichtenseiten anschaut.

Der Feind der Bahn ist der Kunde

Sowie “Deutsche Bahn” im Titel steht ist die Hass-Welle eigentlich vorprogrammiert. Gern gesehene Thema ist dabei der Service. Aber auch Verspätungen, Kosten und andere Unverschämtheiten.

Wenn man die Reaktionen der Bahn auf solche Probleme ansieht muss man unwilkürlich entweder lachen oder weinen.

Denn oftmals wird nicht sonderlich effizient und sauber mit dem Problem umgegangen. Am Ende ist der Kunde Schuld.

Belohnt wird das Ex-Staatsunternehmen trotzdem in der Regel: Die Umsätze steigen (dank Sparmaßnahmen und Preiserhöhungen) und der Bund schießt trotzdem noch Geld nach. So auch jetzt wieder geschehene.

Ramsauer legt nochmal 500 Millionen drauf

Unser Minister für Straßen aller Art und sonstiger Baumaßnahmen packt das Scheckheft aus – mehr Geld soll in die Instalthaltung der Schienen und Strecken gesteckt werden.

Das ist auch bitter nötig, sieht man sich den maroden Zustand der Schienen vielerorts mal an. Da scheint teilweise noch Holz aus der Vorkriegszeit im Gleisbett verbaut zu sein – und verlassene Bahnhöfe mit schlechten Dächern ohne Servicepersonal gibt es zu Hauf.

Doch sollte sich die Bahn als privatwirtschaftliches Unternehmen nicht selbst darum kümmern, statt sich – zusätzlich zum Geld der Kunden – noch mit den Steuergeldern der Kunden (und aller anderen) einzudecken – In einem Bereich, wo sie quasi noch immer Monopol-Status genießt?

Eigentlich schon, doch wenn sie das tun würde, hätte man wohl noch mehr kaputte Bahnhöfe und schlechte Schienen. Denn seit der Privatisierung ist gerne gespart worden – auch mit Blick auf den Börsengang der nun doch nicht so schnell kommt.

Die Bahn gehört besser kontrolliert!

Darum ist es eigentlich gut, wenn der Bund weiter Geld zuschießt. Was dabei das große Problem ist, dass er teilweise zu wenig prüft, was die Bahn eigentlich mit dem Geld macht.

Das Eisenbahnbundesamt als amtliche Stelle prüft etwa viel zu wenig, wie effizient das Geld in den Ausbau von Bahnhöfen oder Netz investiert wird – umso wichtiger ist nun, das sich das ändert.

Eisenbahnbundesamt muss besser hinschauen – die Politik muss die nötigen Erfordernisse dafür schaffen

Ramsauer darf und muss also nicht nur Geld überweisen, sondern soll endlich die Kontrollen noch verstärken – es ist wichtig, dass die Bahn nicht Milliarden in Prestigeprojekte wie den Berliner Bahnhof, oder das unselige Projekt Stuttgart 21 steckt, sondern auch in Bahnhöfe an RB-Strecken.

Hier darf niemand vergessen: Es geht um Steuergelder. Und die gehören effizient genutzt. Auch wenn sie ins Bahnnetz fließen.

Im Sinne eines ordentlichen Ausbaus von Strecken und Bahnhöfen muss hier dringend ein höherer Beitrag an Transparenz geleistet werden.

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